Die Heimpremiere der neuen Saison stand vor der Tür.
Nachdem man sich am ersten Spieltag auswärts beim FSV Duisburg mit 4:2 geschlagen geben musste, wartete ein für uns unbekanntes Gesicht als Gegner, der Siebtplatzierte der vergangenen Saison in der Rhein-Ruhr-Liga, der SuS 09 Dinslaken.
Dieser hatte als klares Ziel die Meisterschaft ausgerufen – für uns die Chance sich mit dem absoluten Topniveau der Liga zu messen.
In das Spiel selbst kamen wir gut hinein. Griffig in den Zweikämpfen, mit Lösungen nach vorne und immer wieder guten Ballbesitzphasen.
So gestalteten sich die ersten gut 25–30 Minuten offen und ausgeglichen, mit Annäherungsversuchen und Torchancen auf beiden Seiten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir gegen einen unfassbar effizienten und eiskalten Gegner bereits 0:2 zurücklagen. Obwohl man ein wirklich gutes Spiel zeigte, wurden die kleinsten Fehler sofort mit Gegentoren bestraft. Das 0:3 in der 37. Minute brach dann letztendlich unseren Rhythmus komplett, sodass es uns unfassbar schwerfiel, einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Folgerichtig lautete der Halbzeitstand 0:4.
Mit dem Wissen und der nötigen Akzeptanz, hier heute gegen einen stärkeren und überlegenen Gegner zu spielen, gingen wir in Halbzeit zwei ohne Druck und nahmen die Rolle an, wie sie in Halbzeit eins deutlich verteilt wurde.
Es hieß jetzt, Abläufe reinzubekommen, Coaching auf den Platz zu bringen und für uns das Bestmögliche aus dem Spiel mitzunehmen: Erkenntnisse und kleine Erfolge.
Halbzeit zwei verlief ähnlich wie die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte. Zwar gelangen uns vereinzelte kleine Nadelstiche nach vorne, aber der Gast aus Dinslaken zeigte uns an diesem Tag klar die Grenzen auf. Wir waren hauptsächlich in der Defensive gefordert und machten das phasenweise auch wirklich gut, aber der SuS 09 Dinslaken war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß. Somit lautete der Endstand nach 90 Spielminuten 1:8.
Den zwischenzeitlichen Ehrentreffer zum 1:6 erzielte Jayden Comis in der 83. Minute.
Auch wenn man von einer äußerst bitteren Niederlage sprechen muss, so gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wie gesagt: Die wirklich guten ersten 30 Spielminuten und teils gute Phasen in der zweiten Halbzeit gegen einen starken Gegner zeigen auch, dass reichlich Qualität in den eigenen Reihen steckt, die Mut und Lust auf mehr machen.
An dieser Stelle darf man auch mal die Leistung des Gegners anerkennen, der das wirklich unfassbar gut gemacht hat. Chapeau an dieser Stelle!
Für uns heißt es jetzt sich im Kopf zu sortieren und die Kräfte zu sammeln, bevor es am Sonntag auswärts gegen den SV Budberg geht.
Das Ziel sollte klar sein: Mit guter Leistung die ersten Punkte der neuen Saison einfahren!
Es spielten: Stienen – L. Mentrop, Barten (69. Stauffer), Schneppel (69. Spät), Bensikaddour, Kurkiewicz (62. Wagener), Neukirch, Hannig, Fleuren (69. Comis), Schmitz und Schweikart (58. Wüstenberg)
Autor: Nico Pulmann


