Am Sonntagnachmittag gastierten wir zum Auswärtsspiel beim Hamminkelner SV. Nach zuletzt zwei souveränen Siegen, sowohl im Pokal als auch in der Liga, wollten wir den positiven Aufschwung mitnehmen und an die gute Leistung der vergangenen Woche anknüpfen.
Die Heimmannschaft, die zugleich das Schlusslicht der Tabelle bildete, konnte in der laufenden Saison noch keinen Punkt holen. Entsprechend klar war auch das ausgerufene Ziel: drei Punkte einfahren!
Das Spiel gestaltete sich von Beginn an sehr einseitig und spielte sich größtenteils in der Hälfte der Hausherren ab. Mit der ersten Offensivaktion gingen wir dann mit 0:1 in Führung: Freistoß aus dem Halbfeld von Jacob Schmitz auf den Kopf von Liam Neukirch, der sehenswert per Kopf den Ball über den Torwart hinweg ins lange Eck hob.
In der 8. Minute war es dann der nächste Standard, der uns das 0:2 brachte. Ecke von Liam Neukirch auf Hannes Schmitz, der ebenfalls – wie sein Vorlagengeber zuvor – per Kopf traf. In der 20. Minute folgte das 0:3 durch Marvin Szentulat, der nach einem Schuss aus knapp 20 Metern von Jan Wüstenberg gut durchlief und den Abpraller verwandelte.
Gut zehn Minuten später folgte der nächste Streich: Nach einer schön vorgetragenen Kombination steckte Robin Fleuren auf Marc Bons durch, der noch einen Gegner aussteigen ließ und zum 0:4 vollendete.
Bis hierhin war es ein einseitiges Spiel, das allerdings nicht von Tempo lebte und auch einige einfache Fehler enthielt, die auf unkonzentrierte Momente zurückzuführen waren. So war es ein Eckball der Heimmannschaft, der nach einem Stellungsfehler zum 1:4 führte.
Den Schlusspunkt in Halbzeit eins setzte dann Hannes Schmitz, der nach erneuter Vorlage von Liam Neukirch seinen Doppelpack schnürte.
In der Halbzeitpause hielten wir es einfach: konzentriert bleiben und dem Gegner den Stecker ziehen. Gar nicht erst in die Bredouille geraten, den Gegner nochmal rankommen zu lassen und somit das Spiel wieder spannend zu machen.
Gesagt, getan. Nach gutem Angriffspressing inklusive Balleroberung nach Fehlpass des Keepers legte Jan Wüstenberg den Ball für Robin Fleuren auf, der aus 18 Metern ins leere Tor einschieben konnte. Der Torwart, der weit draußen stand, konnte das 1:6 nicht mehr verhindern.
Das 1:7 in der 55. Minute lieferte den wohl kuriosesten Moment der bisherigen Saison: Nach Vorlage von Elwin Reinke schoss Liam Neukirch den Ball aus knapp 16 Metern aufs Tor. Dabei fälschte ein gegnerischer Verteidiger den Ball mit der Hand ab, sodass dieser unhaltbar ins linke untere Eck einschlug. Der Schiedsrichter, der nicht mitbekommen hatte, dass der Ball ins Tor ging, pfiff zunächst Freistoß für den SV Veert. Alle wunderten sich, was los war – und nach wiederholten Hinweisen auf das erzielte Tor korrigierte der Referee seine Entscheidung und gab den Treffer doch.
Das Spiel plätscherte anschließend etwas dahin, und man merkte die mittlerweile fehlende Entschlossenheit und Konzentration auf beiden Seiten. So kamen die Hausherren noch einmal nach vorne und verwandelten in der 61. Spielminute einen Strafstoß zum 2:7. Danach passierte nicht mehr viel. Hier und da erspielten wir uns noch einige Chancen und zeigten die ein oder andere ansehnliche Kombination. Den Schlusspunkt setzte schließlich der Kapitän höchstpersönlich, der nach der dritten Vorlage von Liam Neukirch mit einem satten Schuss aus 25 Metern ins linke untere Eck zum Endstand von 2:8 traf.
Am Ende steht ein in der Höhe verdienter Auswärtserfolg, der den positiven Aufschwung bekräftigt und Lust auf mehr macht. Das Spiel war zudem wichtig für jeden Einzelnen, da alle eingesetzten Spieler ihre Aufgaben gekonnt und souverän meisterten und sich zeigen konnten.
Die Pflichtaufgabe ist gemeistert – und die nächste wartet bereits. Am kommenden Sonntag heißt es wieder Heimspiel in Veert, Gegner ist die JSG Borussia Bocholt/Vardingholt/Barlo.
Das Ziel: weitere drei Punkte einfahren und mit Rückenwind die erfolgreiche Serie ausbauen.
Es spielten: Schirp – Szentulat (70. Rattmann), Reinke, Wüstenberg (59. Frais), Neukirch, Koppers (39. de Ryck), J. Schmitz, Fleuren (70. Wronski), Bons, H. Schmitz und Udoh (46. Kniest)
Autor: Nico Pulmann


