Die Zweite – Dämpfer im Heimspiel gegen den 1. FC Geldern

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Am vergangenen Sonntag war der 1. FC Geldern am Hülspaßweg zu Gast. Die Hausherren wollten an die Leistung des vergangenen Auswärtserfolgs in Kervenheim anknüpfen und nun auch den ersten Dreier auf der heimischen Anlage einfahren.

Diese Vorgabe schienen die Veerter zu Beginn der Partie auch durchaus erfolgreich und entschlossen umzusetzen. Von der ersten Minute an, war man die spielbestimmende Mannschaft, hatte mehr von der Partie und drängte die Gäste immer wieder tief in die eigene Hälfte. So war es beinahe folgerichtig, dass die Schwarz-Gelben in der 9. Minute früh in Führung gingen.
Nach einer schönen Hereingabe von der rechten Seite durch J. Hetjens, war es T. Hasselmann, welcher in der Box per Direktabnahme vollendete und die Heimmannschaft mit 1:0 in Führung brachte.

Mit dieser 1:0 Führung im Rücken versäumte man es jedoch, den Spielstand noch weiter auf die eigene Seite zu ziehen. Auch wenn weiterhin die Heimmannschaft deutlich mehr fürs Spiel machte, scheiterte man daran, den zahlreichen Ballbesitz auch in konkrete und strukturierte Angriffe umzumünzen und kam so nicht erneut gefährlich vor das Tor der Gäste.

So plätscherte die Partie im Laufe der ersten Hälfte etwas dahin, ehe die Gäste aus Geldern in der 38. Minute quasi aus dem Nichts zum 1:1 Ausgleich kamen.
Ein langer Ball aus der letzten Kette der Veerter kam postwendend zurück und hebelte so die hochstehende Hintermannschaft der Schwarz-Gelben aus. Auch im Eins-Gegen-Eins konnte Torhüter M. Selders den Einschlag nicht mehr verhindern.

Ein Treffer der sich keineswegs angekündigt hatte und definitiv vermeidbar gewesen wäre. Dieser Gegentreffer schien die Heimmannschaft durchaus aus dem Konzept gebracht zu haben, denn lediglich zwei Minuten später musste man auch den zweiten Gegentreffer hinnehmen.
Nach einer Balleroberung auf der linken Defensivseite war es ein Leichtes für den Gelderner Stürmer, den Ball nach einer flachen Hereingabe über die Linie zu drücken. Auch dieser Treffer war aus Sicht der Veerter definitiv vermeidbar.

Ein Spielstand welcher die erste Hälfte zwar keineswegs widerspiegelte, dennoch musste man mit einem 1:2 Rückstand in die Halbzeitpause gehen.

Die Hausherren kamen erneut wirklich gut aus der Kabine und konnten zu Beginn der zweiten Hälfte an die energische Anfangsphase der ersten Hälfte anknüpfen und den Spielstand so in Minute 49. wieder ausgeglichen gestalten.
Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte war es L. Jansen, welcher R. Yüksel mit einem schönen Steckpass hinter die Kette der Gäste auf die Reise schickte. Der Stürmer lies dem Torhüter der Gäste im Eins-Gegen-Eins keine Chance und vollendete den Angriff trocken im Netz der Gästemannschaft.

So entwickelte sich quasi eine Kopie des Spielverlaufs der ersten Hälfte.
Auch wenn die Veerter Zweitvertretung dem Führungstreffer deutlich näher war, schafften es die Gäste aus Geldern erneut einen individuellen Fehler der Veerter auszunutzen und gingen in der 70. Minute durch einen direkten Freistoß erneut in Führung.

Mit zwanzig verbliebenen Minuten auf der Uhr warfen die Hausherren nochmal alles nach vorne, zahlreiche Aluminiumtreffer und Klärungsaktionen auf der Torlinie verhinderten jedoch den erneuten Ausgleichstreffer.

So setzten die Gäste aus Geldern mit einem Konter gegen die aufgerückte und aufgelöste Hintermannschaft der Veerter in der 87. Minute mit dem Treffer zum 2:4 den Endpunkt der Partie.

Eine bittere Heimniederlage, welche in dieser Art und Weise definitiv zu vermeiden gewesen wäre. Beinahe allen Gegentreffern gingen jeweils eigene individuelle Fehler voraus.
Wenn man am nächsten Wochenende in Straelen erneut etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen möchte, muss man tunlichst daran arbeiten, die eigenen individuellen Fehler abzustellen und gleichzeitig im eigenen Angriff einen ideenreicheren und kreativeren Auftritt hinzulegen.

Autor: Leon Jansen