Die Zweite: Verdiente Niederlage gegen Nieukerk 2 und eine deftige Klatsche gegen Kevelaer 2

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Am 8.11.2021 waren wir zu Gast beim TSV Nieukerk. Die Zweitvertretung des TSV stand zu diesem Zeitpunkt 3 Punkte besser dar, so dass wir mit einem Sieg hätten aufschließen können. Alle Vorzeichen waren allerdings gegen uns. Wieder einmal musste Personal aus den anderen Mannschaften bemüht werden, um überhaupt eine Mannschaft aufstellen zu können. So halfen diesmal vier Mann aus der Ersten sowie Leon Frenzen aus der Dritten aus.

Wir wollten dem Gegner auf Augenhöhe begegnen und mit Einsatz, Kampf und Leidenschaft in die Schranken weisen. Doch die neu zusammengewürfelte Elf stellte zu keinem Zeitpunkt eine Mannschaft dar. Es waren immer elf Einzelspieler auf dem Platz. Niemand konnte annähernd Normalform bringen und die Grundtugenden, Einsatz, Wille und Leidenschaft waren nicht erkennbar. Das Spiel ist schnell erzählt. Nieukerk führte zur Halbzeit völlig verdient nur 2:0. Trotz entsprechender Ansprache in der Halbzeit und dem Vorhaben, nun alles auf eine Karte zu setzen und ganz früh anzulaufen, kamen wir nur ganz selten zu so etwas wie Chancen. Mit einem Konter setzte Nieukerk kurz vor dem Ende den Schlusspunkt auf eine Partie, die einiges schonungslos offen gelegt hat. Zum Beispiel was passiert, wenn man im Kopf nicht bereit ist, den Kampf anzunehmen und meint, man könnte irgendein Spiel mit weniger als 100% bestreiten.

Es spielten: Mandel – Ehren (79. Geerkens), Düring, Dicks (75. Valentin), Heinitz – Knops, Hasselmann – Marquardt (46. Frenzen), Rizvani (75. Schoenen), Aengenvoort (63. Hetjens), Kowalsky

Am 15.11.2021 mussten wir dann erneut auswärts antreten, diesmal bei der Zweitvertretung des Kevelaerer SV. Was uns hier erwarten würde, konnte man nicht ahnen. Klar war nur, dass die Vorzeichen abermals erschreckend waren. Eine Absage nach der anderen bis zum Sonntagvormittag führte dazu, dass zum Anpfiff des Spiels vier Spieler aus der dritten Mannschaft auf dem Platz standen und er einzige Auswechselspieler Co-Trainer Marvin Banner war, der eigentlich Torwart ist und sein letztes Spiel vor fast genau drei Jahren am 11.11.20218 gemacht hatte. Vier weitere Spieler der Dritten waren nach Ihrem Spiel um 13 Uhr noch auf dem Weg nach Kevelaer, um die Bank zu komplettieren.

Von Anpfiff weg überrollte uns der KSV förmlich. Wieder war es Toni zu verdanken, dass wir nicht schon nach wenigen Minuten 2:0 zurücklagen. In der 12. Minute verletzte sich dann auch noch Richard Cox am Knie. Für ihn ging es nicht weiter. Gute Besserung, Richard! Werd‘ schnell wieder fit! Marvin war schon mit dem Aufwärmen beschäftigt, als Priy den Platz erreichte und quasi aus dem Auto direkt auf den Platz musste. Bis er allerdings fertig umgezogen war, stand es bereits 2:0 für Kevelaer. Bis zur Pause erhöhte der Gastgeber auf 4:0. Wir hatten bis dahin keinen wirklichen Torschuss zu verzeichnen. Zu groß und erdrückend war die Übermacht der Kevelaerer.

Zur Halbzeit wurde die Devise ausgegeben, hier nochmal 10 Minuten alles zu geben und zu versuchen, mit langen Bällen zumindest etwas mehr Torgefahr zu entwickeln. Doch es waren gerade fünf Minuten gespielt, als es erneut einschlug. Nach sieben Minuten erhöhte Kevelaer auf 6:0. Wir hatten nicht den Hauch einer Chance. Aber nicht, weil irgendjemand sich hier nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten reinhaute, wir waren an diesem Tag einfach nicht besser. So waren dann die vier weiteren Treffer auch folgerichtig.

Wir hoffen, dass für die kommenden zwei Spiele bis zur langen Winterpause noch der ein oder andere aus Krankheit oder Verletzung zurückkehrt und wir diese erfolgreicher gestalten können.

Es spielten: Mandel – Ehren, Dicks, Düring, Hetjens – Beckert (70. Berghausen), Jansen – van Treeck, Cox (20. Sivanantham, 77. Banner), Frenzen – van Stephoudt

Persönliche Anmerkung: Diese Niederlage hat aufgrund der Höhe natürlich richtig weh getan. Schaut man sich aber an, mit welchen Voraussetzungen man ins Spiel ging  (einige habe ich nicht einmal erwähnt), nimmt die frühe evtl. schwere Verletzung von Richard Cox hinzu, sieht, wie fit und motiviert der Gegner nach einem Trainerwechsel unter der Woche in jeder Sekunde des Spiels war, muss man sich für das Ergebnis nicht schämen. Im Gegenteil, davor, dass hier jeder bis zum Ende alles gegeben hat und fair geblieben ist und dass wir von unserer dritten Mannschaft personell so überragend unterstützt wurden, sollte man Respekt haben. Als Trainer bin ich stolz auf jeden einzelnen, der sich an diesem Sonntag unter diesen Voraussetzungen in den Dienst dieser arg gebeutelten Mannschaft gestellt und alles gegeben hat. Hut ab!

Autor: Christoph Schilcher