Die Dritte: Hitzige Niederlage in Sevelen

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Gegen den Tabellennachbarn aus Sevelen zählte im Vorfeld der Partie nur ein Dreier, um den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu wahren. Dies war den Gästen aus Veert vom Beginn der Partie anzumerken. Die erste knappe halbe Stunde waren die Schwarz-Gelben die klar spielerisch und läuferisch dominierenden Akteure. Die Spielphilosophie des Trainierduos Kowalski/Brünken wurde auf das grüne Parkett gelegt, indem ein ansehnlicher Spielaufbau über nahezu alle Positionen, inklusive Torwart, aufgezogen wurde. Gefährlich vor dem Tor wurde es vor allem nach zwei Eckbällen, wovon der erste knapp vergeben und der zweite aufgrund eines vorangegangen Fouls nicht gewertet wurde. Im Anschluss schlug der SV Sevelen, der bis dato nichts auf die Kette bekommen hatte, wie aus heiterem Himmel zu. Ein einfacher Ballgewinn auf der Außenbahn, ein langer Ball in die Spitze und schon stand es mit der ersten Torgelegenheit 1:0! Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, wodurch die Hausherren an Sicherheit gewannen und den Gästen bis zum Halbzeitpfiff nichts mehr einfallen wollte.

Die zweite Hälfte wurde mit der wohl brenzligsten Situation der Partie eingeläutet: Flügelflitzer Phil Hertelt legte den Ball am Tor vorbei und wurde im gleichen Zuge vom gegnerischen Torwart abgeräumt. Einen Elfmeter gab es nicht aber im hieran folgenden Vogelgezwitscher der Beteiligten flog der Torwart wegen unerlaubter Wortwahl mit einer roten Karte vom Platz. Wer nun dachte, dass der SV Veert III mit einer Spielfigur mehr auf dem Brett und einem nicht etatmäßigen Keeper auf der anderen Seite zuschlagen würde, wurde prompt eines Besseren belehrt. Wieder ein langer Ball in die Spitze vom SV Sevelen und schon stand es 2:0! Der SV Veert versuchte als Reaktion zunehmend mit der Brechstange nach vorne zu kommen aber wirklich ernstzunehmende Torchancen ergaben sich aus dem Spiel heraus nicht. In der 73. Minute konnte Kapitän Felix Murmann vom Elfmeterpunkt dann endlich den lang ersehnten Anschlusstreffer erwirken. In der Schlussphase mangelte es an Struktur und Ideen, um „die Welle aus dem Hexenbad“ zu zerschlagen. Die kurz vor Abpfiff gezückte rote Karte für einen Veerter Jung und der Treffer zum 3:1 aufgrund des dem Spielstand geschuldeten All-Ins der Gäste hatten nur noch statistische Bedeutung.

Am Ende der Partie tritt man einen bitteren Heimweg an und fragt sich: War die Niederlage unverdient oder verdient? Obwohl man sich defensiv und von der Mentalität her nicht viel vorwerfen lassen brauch, konnten aus der anfänglichen spielerischen Dominanz und der lang anhaltenden Überzahl zu keiner Zeit wirkliche Torgefahr erwirkt werden. Spätestens zur nächsten Woche braucht es wieder Buden, wenn man Sonntag auf heimischem Geläuf Alderkerk III empfängt.

Es spielten:
C. Molderings; D. Berghausen (M. Lamers) – S. Thiede – F. Murmann – V. Vervoorst (S. Janhsen); D. Böhm – L. Jansen (T. Ripkens) – A. Beckert – A. Honnen – P. Hertelt; K. Opheys

Autor: A. Gnanakumar