Erste siegt verdient in Grieth

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Nachdem man mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht wirklich zufrieden sein kann, allen voran aufgrund der extremen Schwankungen und mangelnden Kontinuität in den bisherigen Leistungen und damit einhergehend auch der dürftigen Punkteausbeute, stand man bei der schweren Auswärtsaufgabe in Grieth zum Teil schon mit dem Rücken zur Wand und war zum punkten „verdammt“. Die Voraussetzungen ließen jedoch zu wünschen übrig, zwar konnte man eine intensive und gute Trainingswoche absolvieren, doch die Grippewelle und zahlreiche berufliche Verhinderungen ließen die Anzahl an Trainingsteilnehmern überschaubar aussehen. Dementsprechend ging es auch nur mit 13 mehr oder weniger fitten Feldspielern nach Grieth. 

Der Gastgeber kam seinerseits sehr gut in die Saison und konnte sich neben dem TSV Weeze II und DJK Kellen II in der Verfolgergruppe hinter dem Spitzenreiter aus Kessel festsetzen. Die Rollen waren somit klar verteilt und wir taten gut daran genau diese auch so anzunehmen. Wir wollten aus einer kompakten defensiven Grundordnung über schnelles Umschaltspiel nach vorne gefährlich werden und hinten über die Basics des Fussballs den Kasten sauber halten. 
Im Tor machte Ben-Luca sein drittes Saisonspiel, davor ordnete Norbert das Spiel und dirigierte das „Gebrüder Theunissen-Bollwerk“ vor sich. Auf der Doppelsechs kamen in Karim und Dalle zwei erfahrene Akteure hinzu, die das Spiel steuern und situationsbezogen beruhigen, bzw, ankurbeln sollten. 
Vorne wollten wir über Julian und Christian Jürgens schnell über die Außen agieren, die von Christian Böttcher und Joel Dicks unterstützt wurden, um Nachdruck erzeugen zu können. Josh im Sturmzentrum fungierte an diesem Tag als klassischer Sturmtank. 

Das Spiel  begann sehr gut für uns, nach einer Energie- und Willensleistung konnte Julian die klassisch gelb gekleideten Veerter mit 1:0 in Führung bringen (4. Minute). In der Folge ging unser Matchplan voll und ganz auf, wir überließen den Gastgebern weitestgehend den Ball, zeigten dabei aber auch die nötige Konsequenz in den Zweikämpfen, wenn es nötig war. Das Umschaltspiel funktionierte auch sehr gut, was der Treffer zum 2:0 durch Josh eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nach einer Balleroberung tief in der eigenen Hälfte schaltete man sofort zwei Gänge hoch, beschleunigte das Spiel mit dem entscheidenden Ball in die Tiefe durch Julian auf Josh, der ließ dem Abwehrspieler im Laufduell und dem Torwart letztlich in einer Eins-gegen-Eins – Situation keine Abwehrchance, 2:0 (25. Minute). Die hochkarätigen Chancen hatte nur schwarz-gelb, doch der Torwart der Gastgeber und ein umstrittener Abseitspfiff des Schiedsrichters sollten am Spielstand bis zur Pause nichts mehr ändern. 

In der 2. Halbzeit wollte man dann nicht den gewohnten Leistungseinbruch hinnehmen, sondern voll fokussiert auch die zweiten 45 Minuten angehen. Jannik kam neu ins Spiel für den verletzten Norbert und übernahm die Position als verkappter Libero hinter Mike und André. 

Gesagt, getan… endlich mal! Wir hielten weiter konsequent dagegen, warfen uns in alles rein, was hätte gefährlich werden können und ließen dementsprechend nahezu  nichts zu. Einzig ein gefährlicher Ballverlust in der eigenen Abwehrreihe und  ein Kopfball nach einem Standard ließ uns kurz den Atem anhalten (70. u. 80. Minute). In der Zwischenzeit kamen in Maxi (60. für Dalle) und Leon Frenzen (80. für Christian Jürgens) zwei frische Kräfte, die die Kicker vom Hülspaßweg entlasten sollten. Die Entlastung gab es zwar hin und wieder auch, doch wir versäumten es in dieser Phase durch längere Ballbesitzphasen das Spiel zu beruhigen. Die womöglich dickste Gelegenheit hatte Christian Böttcher, als die Gastgeber einen Freistoß aus dem Halbfeld nicht klären konnte und Christian in aussichtsreicher Position aus knapp 8m am herausstürzenden Torhüter, den mit Abstand besten Mann der Gastgeber, scheiterte (85. Minute). Das erste zu Null – Spiel in dieser Saison hielt dann Ben-Luca in der endlos langen Nachspielzeit von 6 Minuten fest, in dem er einen Abschluss aus kurzer Distanz klasse parierte.
 
Nun gilt es diese Leistung in den kommenden Wochen zu bestätigen, denn ansonsten läuft man wieder Gefahr ins Hamsterrad zu geraten und sich im Kreis zu drehen. 

Es spielten: Ingenfeld – Dicks, Theunissen, A, Baumann(46´Banner), Theunissen, M., Böttcher – Gruber, Elser, Boos(60´Berndt), Jürgens(80´Frenzen, L.) – Frenzen, J.