Ausgeglichene Bilanz bei der Zweiten

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Erst eine 0:3 Niederlage gegen Broekhuysen und dann ein 3:0 Sieg gegen Herongen

Am Spieltagssonntag ging es bei einer ungewohnt kühlen und regnerischen Wetterlage gegen die Zweite Mannschaft aus Broekhuysen ran.
Wie auch in den Partien zuvor starteten die Mannen in Schwarz-Gelb in gewohnt defensiver Ausrichtung. Die Taktik ging genau bis zur 20. Minute auf, als ein Broekhuysener Stürmer von einem Luftloch der Hintermannschaft profitierte und ungehindert zur 1:0 Führung einschob. Unmittelbar nach dem folgenden Anstoss wurde Chrissi Jürgens mit einem langen Ball in Szene gesetzt, der vom letzten Mann der Hausherren kurz vor dem 16er nur durch ein Foulspiel von einer klaren Tormöglichkeit gehindert werden konnte und zum Bedauern der Gäste nur die gelbe Karte sah. Die spielerisch überlegende Heimmannschaft in Grün-Weiß erhöhte noch vor der Halbzeitpause auf das 2:0. Besonders bitter, dass sich auch noch Veerts Schlussmann Christian Molderings verletzte, der durch den notberufenen und heraneilenden Ben-Luca ersetzt wurde. Großen Dank dafür!

In der zweiten Halbzeit wollten wir offensiver auftreten und uns mehr Tormöglichkeiten erarbeiten. Mit taktischer und mentaler Umstellung gestaltete sich die Partie nun deutlich munterer mit einem offenen Schlagabtausch, doch ein Tor wollte uns leider nicht gelingen. Die traurigste Szene des Spiels ereignete sich nach etwa einer gespielte Stunde, als sich ein Spieler des SFB schwer verletzte und eine lange und intensive Behandlung über sich ergehen lassen musste. An dieser Stelle wünschen wir dem Betroffenen ebenfalls eine schnelle und vollständige Genesung.
Folglich blieb die mit starke Verzögerung angepfiffene Partie und das letztlich mit 3:0 besiegelte Endergebnis nur noch eine Randnotiz an diesem Abend.

Nur zwei Tage nach der enttäuschenden Niederlage bot sich der Zweitvertretung aus SV Veert die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Zum Flutlichtspiel am Dienstagabend empfang man den SV Herongen II. Mit gleicher Formation aber mit kleinen personellen Änderungen, die uns aufgrund der dankenswerterweise abberufenen Personalien von Ben-Luca, Andre, Janis, Leon und Chrissi ermöglicht wurden, wollte man sich gegen den Tabellennachbarn nicht verstecken.

Was sich in den folgenden 90 Minuten auf und neben dem Platz ereignete, kann man schlichtweg nur als grandios bezeichnen. Wie die Feuerwehr legten die Lilien los und feuerten in Minutentakt auf das gegnerische Kasten. Einsatz, Laufbereitschaft, Kombinationsspiel – all das, was das Trainerduo Kowalski/Röller seit jeher predigt, wurde an den Tag gelegt.
Nach 21 Minuten dann die längst überfällige Führung: Chrissi Jürgens visierte aus etwa 25 Metern die Latte an, und den Rebound konnte Toptorjäger Phil Hertelt für sich verbuchen. Angepeitscht von der tobenden Kulisse am Seitenrand, legten die Hausherren nicht nach, was sich in Minute 44 in Form eines Führungsausbaus auszahlte: Diesmal Phil Hertelt als Vorlagengeber und Benny Neumayr als Vollstrecker zum 2:0.

In der Halbzeitansprache wurde natürlich viel gelobt, dennoch gab man zu Bedenken, dass man nicht wie in vergangenen Partien aufgrund eines starken Leistungsabfalls nach dem Seitenwechsel quasi sichere Punkte verspielen sollte. Die überaus intensive erste Hälfte hinterließ logischerweise ihre Spuren, wodurch das Spiel etwas an Tempo verlor und sich die eine oder andere Unkonzentriertheit einschlich. Zu keinem Zeitpunkt hatte man jedoch das Gefühl, dass die Gäste aus Herongen tatsächlich das Spiel zugunsten eines Unentschiedens oder gar eines Sieges drehen könnten. Von der Bank wurden schwarz-gelbe frische Kräfte nachgeschoben und nach 70 Minuten fiel letztlich die Vorentscheidung als Kapitän Priy vom rechten Flügel flankte und Phil Hertelt zu seinem 6. Treffer im 7. Spiel vollendete.
Chapeau für diesen bis dato vermutlich spielerisch stärksten Auftritt der Zweitvertretung aus Veert, die mit der bisherigen Punkteausbeute vollkommen im Soll liegt. Spannend bleibt es abzuwarten, wie sich das Team nach zwei wohlverdienten spielfreien Wochenenden präsentieren wird.