Sturm schießt Tore, aber Abwehr gewinnt F1-Spiel

172
TSV Weeze – SV Veert 1:8 (1:4)
 
Erster Sieg der Saison, erster Sieg in Weeze. Nach einer Niederlage und einem Unentschieden kam unsere F1 in der zweiten englischen Woche hintereinander zu einem deutlichen 8:1-Sieg. Auch wenn die Jungs mal wieder schläfrig begannen und früh in Rückstand lagen, gerieten sie im Anschluss nie in echte Gefahr. Das war ganz klar der Verdienst der Hintermannschaft um Rick und Felix, die eine tolle Leistung ablieferten und unserem Sturm den Rücken freihielten. Auch der dritte im Bunde, Jannik, erledigte seine Aufgabe vor dem Kasten sehr ordentlich.
 
Keine 60 Sekunden waren gespielt und die Veerter liefen einem Rückstand hinterher. Man ließ sich auf der linken Seite ausspielen, der flach geschossene Ball landete unter dem Jubel der Heimmannschaft im Tor. Dann übernahm unser Team die Kontrolle und gab sie für den Rest des Spiels nicht mehr her. In der 8. Minute machte Len seinen ersten von drei Treffern. Einen Einwurf stocherte er gekonnt über den Torwart zum 1:1-Ausgleich. Das Pfostenpech blieb uns auch in diesem Spiel mehr als treu: Felix eroberte im Mittelfeld den Ball, kam frei zum Schuss und berührte den linken Pfosten (10.). Diesen Fleiß beim Spiel gegen den Ball sollte er in der gesamten Partie zeigen, lief viel, störte den Gegner und spielte mit viel Zug nach vorn. Auffällig war jedoch leider auch, dass das Mannschaftsspiel immer noch stark ausbaufähig ist. Das Passspiel unterblieb, die wenigsten Spieler hatten ein Auge für den Nebenmann und stürmten zu oft als Ein-Mann-Team nach vorn. Auch die Zuordnung war in dieser Phase des Spiels alles andere als gut. Unser Trainerteam war zurecht unzufrieden. Eine Einzelaktion von Len brachte uns in Minute 14 in Front. Sein Heber war schön anzusehen, Niklas‘ anschließender Volleyschuss von der Strafraumgrenze zum 3:1 (auch 14.) war erste Sahne. Noch vor der Pause erhöhte Felix ebenfalls per Heber auf 4:1. Der Ball flog ins rechte obere Eck, der Torhüter war machtlos (18.)
 
Einbahnstraßenfußball gab es in Halbzeit 2. Die Blaugelben konnten unserem Team kaum noch standhalten. Das 5:1 resultierte aus einem Abschlag des Keepers, den Jonas abfing und flach am Schlussmann vorbei einschob (22.). Luis hatte im Tor wenig zu tun, aber bei der einzigen brenzligen Situation, als ein Gegenspieler allein auf ihn zukam, klärte er den Ball sicher (24.). Immer wieder wurde der ballführende Weezer Spieler attackiert. Diese Einstellung war heute der Schlüssel zum Erfolg. Niklas traf in der 28. mit einem Weitschuss den Pfosten. Felix hämmerte per Distanzschuss das Leder unter die Latte (32.) Was für ein Pech! Auffällig war immer wieder Ricks phantastisches Auge für den Ball. In der Art eines Liberos stellte er seine Gegner zu, klärte im passenden Moment den Ball durch Dazwischenhalten des Fußes und lancierte Gegenangriffe durch hohe Bälle weit nach vorn. Bei einer in der 35. Minute geschlagenen Bananenecke von Rick drehte sich der Ball in Richtung Tor. Der Schlussmann des TSV ließ den Ball durch die Hände gleiten, der dahinter stehende Len komplettierte seinen Hattrick mühelos zum 6:1. Zur Hälfte kann man den Treffer Rick zuschreiben, der wie schon so oft vor der Sommerpause richtig gute Eckstöße schlug. Ehe man sich versah fand man Rick wieder vor dem eigenen Kasten, wo er einen Freistoß der Weezer in letzter Minute von der Linie kratzte (37.). Jan erhöhte nach schnellem Spiel auf 7:1 (38.), ehe erneut Rick in Aktion trat. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld marschierte er frei über rechtsaußen und hielt einfach drauf. Der Ball landete zum Endstand von 8:1 im Netz (39.)
 
Bei schönem Wetter hatten die vielen Zuschauer ein interessantes Spiel geboten bekommen. Das nächste Match findet am kommenden Samstag (22.9.) zuhause gegen den SV Sevelen statt. Anpfiff ist um 10 Uhr. Das letzte Aufeinandertreffen verlor unsere F1 im Mai letzten Jahres klar mit 3:8. Ein Grund mehr, motiviert in die Partie zu gehen
 
Es spielten: Rick Bonnes-Valkyser, Niklas Gindele, Len Hergesell, Jonas Korsten, Felix Lo Re, Jannik Lorscheider, Luis Münzer und Jan Tissen