Zweite Mannschaft weitestgehend chancenlos in Kalkar

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Am Sonntag mussten wir wieder eines der weiten Auswärtsfahrten in den Norden antreten. Zurück nach Hause ging es mit einer 4:1 Niederlage und der Erkenntnis, dass der SUS Kalkar wohl eine Nummer zu hoch war für uns.

Aufgrund der verletzungsbedingten Personalsituation konnten wir auf die Hilfe von Christoph Schlicher, Nico Bosmann und den reaktivierten Tobias Baeten zurückgreifen, an denen an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön gebührt. Da sich Kalkar zu einen der Titelfavoriten zählt, wollten wir wie so oft gegen die stärkeren Gegner zunächst tief und kompakt stehen, um aus einer soliden Defensive punktuelle Nadelstiche mit unseren schnellen Flügelspielern und dem Vollstrecker Dried zu setzen.

Unmittelbar nach dem Anpfiff zur ersten Halbzeit, spielten die Gastgeber einen langen Ball auf ihren Sturmtank, der sich unserer Abwehrreihe davonstahl und glücklicherweise das Tor verfehlte. Dementsprechend war uns nach wenigen Sekunden klar, dass uns heute lange und intensive 90 Minuten erwarten. Die Anfangsphase ging klar an die grün-weißen Hausherren, die uns vollkommen hinten reindrängten und dem heutigen Innenverteidigerduo um David und Tobi kaum Zeit zum Verschnaufen ließen. Mit zunehmender Spielzeit fand der SV Veert jedoch besser in die Partie, sodass die Gastgeber seltener zu Großchancen kamen und zunehmend uninspirierter nach vorne spielten. Von schwarz-gelben Torgelegenheiten kann zu diesem Zeitpunkt nicht berichtet werden, denn diese waren schlichtweg nicht vorhanden. Dass es mit einem 0:0 in die Kabine ging, war letztlich der Verdienst unseres Schlussmanns Thorben Kleinstäuber, der mehrere Hochkaräter, teils im eigenen Fünfmeterraum, glänzend parierte.

Auch wenn wir optisch kaum Spielanteile aufweisen konnten, waren wir positiv gestimmt, da wir weiterhin die Null hielten und scheinbar die Angriffsmuster der Gegner erkannten. In der zweiten Halbzeit wollten wir nunmehr die zweite Anweisung des Trainergespanns um Thomas Röller und Mätthäus Kowalski befolgen, indem wir offensiv gefährlicher werden. Diese Aufgabe galt es ohne den kurz vor Seitenwechsel angeschlagenen Tobias Baeten zu bewältigen, dem wir eine schnelle Genesung wünschen!

Leider begann die zweite Hälfte ähnlich wie die erste, sodass Thorben nach Wiederanpfiff wieder gefordert war und erneut einen strammen Schuss samt Nachschuss aus kurzer Distanz entschärfte. In der 50. Minute mussten wir schließlich den längst fälligen Gegentreffer zum 1:0 schlucken. Nach einer Ecke, die nicht geklärt werden konnte, landete der Ball zum Gegner, der aus der Drehung zur Führung verwandelte. Die neue Situation zwang uns dazu die totale Defensive aufzugeben. Die dadurch auftuenden Lücken in unserer Abwehrkette, konnte Kalkar nach gut einer halben Stunde nutzen, um über ihre linke Seite auf 2:0 zu erhöhen. Als sich die Gäste im Anschluss schon fast sicher waren ob ihres Erfolges, kamen wir endlich besser nach vorne und näherten uns dem gegnerischen Kasten an. In der 72. Minute gelang uns dann doch die kleine Überraschung als der Ball nach einer langen Flanke von Zaman über Dried zu Jan Aengenvoort gelang, der zunächst im ersten Versuch zunächst scheitere und anschließend die Kugel gefühlvoll in den langen Winkel beförderte. Hoffnung keimte auf und Erinnerungen wurden wach an die letzten Partien als wir Rückstande zum Teil egalisierten oder gar zu unseren Gunsten drehten. Die Freude über den Anschlusstreffer währte allerdings nicht lange, da nur wenige Minuten später zum wiederholten Male der Gegenspieler vor der Strafraumkante sträflich frei gelassen wurde, der sich die Ecke zum 3:1 aussuchen konnte und damit für die Vorentscheidung sorgte. Auch wenn wir trotzdem nicht die Köpfe hängen ließen und weiterhin große Einsatzbereitschaft zeigten, reichte es nicht für den abermaligen Anschluss. Das 4:1 kurz vor Ende hatte nur noch statistischen Wert.

Die bis dato höchste Niederlage unserer Saison ist zwar ärgerlich, doch man war sich schnell einig, dass es nicht unser Anspruch ist mit den Topvertretern aus der B-Liga mitzuhalten. Die Punkte, die die zweite Mannschaft aus Veert braucht, sind jene gegen die Tabellennachbarn, welche ebenfalls gegen den Abstieg kämpfen. Umso wichtiger werden die Partien nächsten Sonntag gegen Herongen II sowie am darauffolgenden Dienstag gegen Wetten II wenn es unser Ziel sein muss vor heimischer Kulisse 6 Punkte zu erbeuten.

Es spielten:

Thorben K.; Marius H. (80. Nico B.) – David K. – Tobias B. (46. Steffen T.) – Till H.; Priy S. – Adi G; Jan A. – Zaman Ö. – Benny N.; Christoph S.

Autor: Atheenan Gnanakumar

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