Die Zweite – Der Wille wird belohnt

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Während in München die Wiesn beginnen, gibt es auch am Niederrhein das ein oder andere Highlight zu bestaunen. Am 01.10.2017 gastierte die Zweite bei Germania Wemb und, das nehm ich an dieser Stelle mal vorweg, es war ein Spiel mit vielen Höhepunkten.

In einer von Beginn an hartgeführten Partie sahen Zaman Ökce auf Veerter Seite und ein Spieler der Germania bereits in der 10. Minute die ersten gelben Karten des Spiels.

Eine gute Viertelstunde später, war es wieder Zaman Ökce der an der nächsten Eintragung in den Spielbericht beteiligt war. Ein Freistoß knapp hinter der Mittellinie wurde stark von ihm in den gegnerischen Sechzehner getreten und per Kopf gegen die Laufrichtung des Torhüters vom aufgerückten Rechtsverteidiger David Knoblauch verwertet.

Die Gäste wollten nun nachsetzen und den Gegner früh attackieren. So ergaben sich Räume für die Hausherren, die durch einen Doppelschlag binnen zwei Minuten das Spielgeschehen drehten. In beiden Fällen zog der angreifende Spieler parallel zur Strafraumgrenze von der linken Außenbahn nach innen, wurde nicht konsequent attackiert und schloss dann ab. Hier müssen wir schlicht konsequenter und aggressiver verteidigen.

Im Laufe der ersten Hälfte gab es ansonsten nur noch eine nennenswerte Chance für uns und wieder war Zaman Ökce beteiligt, der im gegnerischen 16er Benjamin Neumayr bediente. Der Flügelflitzer scheiterte mit seinem Schuss aus der Drehung jedoch am rechten Außenpfosten.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff bauten die Hausherren ihre Führung zum 3:1 aus. Die Partie schien entschieden als auch noch Verhoeven in der 58. Minute die Ampelkarte sah. Das Einsteigen des Innenverteidigers bei einem Zweikampf wertete der Unparteiische als gestrecktes Bein.

Infolgedessen entwickelte sich das wofür wir den Fußball lieben!

Statt nach einem zwei Tore Rückstand und mit einem Mann weniger sich hinten reinzustellen und hier eine Abschlachtung durch die Heimmannschaft zu verhindern, spielte das Team von Kowalski/ Röller nun wie entfesselt auf und traf prompt zu Anschlusstreffer. Nach schöner Vorarbeit durch den eingewechselten Pasch (danke an dieser Stelle nochmal fürs Aushelfen und ein starkes Spiel) traf Neumayr.

In die Euphorie des Anschlusstreffers fiel dann der nächste Dämpfer für uns, nur fünf Minuten nach dem ersten Platzverweis folgte der nächste. Knoblauch, der seinen Gegner nur mittels einer Notbremse zu stoppen wusste, wurde folgerichtig des Feldes verwiesen. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein und so blieb es trotz zwei Mann weniger beim Alten. Im Anschluss an diese Situation übernahmen weiter die Veerter die Gestaltung des Spiels und trafen durch Aengenvoort zum verdienten Ausgleich. Danach gab es nur noch zwei Platzverweise für die Heimmannschaft.

Nach dem Spiel muss man einfach den Hut ziehen vor dieser Moral und diesem Willen hier etwas mitzunehmen! Mit der Einstellung besonders in den zweiten 45 Minuten kann man zufrieden sein und sich zurecht auf die Partie am kommenden Samstag um 16:00 Uhr gegen den Mitaufsteiger aus Wetten freuen. Wir würden uns dann über zahlreiche Unterstützung am Hülspassweg freuen.

Es spielten: Thorben Kleinstäuber- David Knoblauch, Steffen Thiede, Tim Verhoeven, Till Hirtz -Atheenan Gnanakumar, Arne Beckert – Priyvatharsahn Sivananthan (Simon Pasch), Benjamin Neumayr (Süleyman Biter) – Zaman Ökce (Richard Cox) – Jan Aengenvoort

 

Autor: David Knoblauch

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