Zwischen Abschied und Aufbruch: Neuer Vorstand für den SV Veert

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Christian Koppers, Heinz Manten, Hans Schraets

Frischer Wind weht durch die schwarz-gelben Reihen beim SV Veert: Am vergangenen Dienstag wählte die Mitgliederversammlung einen nahezu komplett neuen Vorstand, der vor allem im Veerter Fußball wieder für Auftrieb sorgen soll. Vorsitzender wird der 46-jährige Christian Koppers, der damit in große Fußstapfen tritt: Urgestein Heinz Manten räumt seinen Posten nach 22 Jahren intensiver Arbeit für den Veerter Sportverein und zeigte sich sichtlich gerührt, vor allem, als er für ihn völlig überraschend zum Ehrenvorsitzenden ernannt wird. „Danke dafür, dass das doch ein bisschen angekommen ist, die letzten 22 Jahre. Es waren nicht nur meine Hände, es waren viele Hände. Ich alleine hätte das nie geschafft. Vielleicht, wenn ich mal gebraucht werde, stehe ich auch gerne mit Rat und Tat zur Verfügung“, so Manten.

Es ist also nur ein kleiner Abschied, denn nach 60 Jahren Vereinsmitgliedschaft geht man eben niemals so ganz. Koppers steht natürlich nicht alleine an der neu formierten Spitze: Katja Neuenhüsges löst Brigitte Beeker, nach über 20 Jahren Vorstandsarbeit, als zweite Vorsitzende ab. Brigitte Beeker zeichnete sich durch langjähriges Engagement für den Breitensport aus. Norbert „Snorre“ Dicks übernimmt das männliche Pendant, den Sitz des zweiten Vorsitzenden, auf dem bisher VVK-Präsident Hans Kubon saß. Um die Finanzen kümmern sich in Zukunft Martin Berns und Hans-Gerd „Hönne“ Honnen, die damit Peter Knops und vor allem Ex-Ortsbürgermeister Hans Schraets entlasten, der bis dato in doppelter Funktion als Geschäftsführer und Finanz- und Kassenwart tätig war. Schraets ist der einzige, der seinen Platz im Vorstand noch nicht freimacht und für weitere zwei Jahre die Geschäfte des SV Veert führen wird. Er betonte jedoch, dass er sich nicht selbst in der „neuen, jungen Gruppe“ sehe, diese ihn in Vorgesprächen jedoch ausdrücklich um eine Verlängerung gebeten hatten. Kassenprüfer bleibt Theo Elspaß, unterstützt wird er demnächst von Waldemar „Waldi“ Molderings. Alle neuen Mitglieder wurden einstimmig von der knapp 100-köpfigen Versammlung gewählt, für keines der Ämter gab es anderweitige Vorschläge. Bei den Ehrungen ragte Willi van Gemmeren mit seiner 50-jährigen Verbundenheit zum SV Veert heraus. Auf 25 Jahre Vereinszugehörigkeit kommen Maria Auclair, Marlene Büssers, Andrea Dicks, Jörg Düring, Heike Ehren, Brigitte Jakobs, Felix Küppers, Maria Molderings, Claudia, Felix, Johann und Michael Pickers, Waltraud de Ryck und Tim Valentin.

Am Vorstandstisch sitzt nun ein deutlich jüngeres und dennoch erfahrenes, hoch motiviertes Team, das bereits vor der offiziellen Bestätigung am Dienstag viele Stunden investierte, um neue Projekte ins Rollen zu bringen. Aktuell geht es dabei um die Einrichtung eines Kunstrasenplatzes. Zumindest die Finanzierung sei bereits im Haushalt der Stadt Geldern eingerechnet, zurzeit warte man noch auf den in Auftrag gegebenen Sportentwicklungsplan. Sicher ist da also noch nichts, man bleibe aber in jedem Fall dran, damit der Kunstrasenplatz am Ende wirklich nach Veert komme. Finanziell steht der Verein so gut wie noch nie da, sodass konkrete Planungen schon bald in die Tat umgesetzt werden sollen.

Die Zeichen stehen für die Veerter also ganz deutlich auf Neuanfang. Das betonte auch Helmut Hetzel in einer fast leidenschaftlichen Rede: Für die Erste Mannschaft stehe in der kommenden Saison ein neuer Trainer bereit (Daniel Neuer). Man müsste neuen Leuten aber auch Zeit geben, die Kurve zu kriegen, um eine Mannschaft zu formen, so Hetzel. Er betonte, dass es nicht plötzlich so gekommen wäre, dass „eh keiner mehr nach Veert wollte und es deshalb bergab geht“, das sei eine langfristige Entwicklung, die jetzt geradegerückt werden könne. In diesem Sinne schließt auch Neu-Vorsitzender Christian Koppers: „Wir müssen mit unseren Aufgaben erst groß werden. Wenn was ist, sprecht uns an und wir versuchen dafür eine Lösung zu finden“.

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